Inhaltsverzeichnis:
- Wenn uns schreiben so gut tut, warum belastet es uns, wenn wir es endlich tun?
- Tools für Jedermann?
- Was macht es für mich verlässlich?
- In den kommenden Wochen erstellen wir unser Chamäleon Journal!
Es gibt flexible, agile und dehnbare Systeme. Und allen zusammen fehlt ein besonderer Bestandteil, der es erst so richtig für mich wirksam macht. Aber dazu ein anderes Mal mehr. Starten möchte ich gerne meine Erkenntnisse zum Schreiben bzw. zum Führen eines agilen Systems mit dem Klassiker: dem Stift und dem Notizbuch.
Wenn uns schreiben so gut tut, warum belastet es uns, wenn wir es endlich tun?
Dieser Frage bin ich zuerst auf den Grund gegangen. Wo hört denn die Erleichterung auf und beginnt unseren Cortisolspiegel ansteigen zu lassen? Und warum hören wir denn nicht dann einfach auf, sondern versuchen noch mehr Listen und Struktur einzubinden.
Selbst der Ausdruck „Bullet Journal“ hat meiner Meinung nach den tatsächlichen Nutzen schon längst überholt und aus ganzheitlicher Sicht ist und darf es immer aus einem selbst heraus entstehen, was einen unterstützt.
Natürlich ist Inspiration unerlässlich. Und nicht nur Inspiration, denn wenn man es einmal gesehen/gehört hat, kann man es langsam durch tun auch verstehen lernen. Man wird testen und üben und irgendwann selbst durch trial und error zu dem Punkt gelangen, dass ein System nicht mehr mit Kalendern, Eindrucken oder Abläufen switched sondern man schon den Inhalt scanned was man tatsächlich braucht.
Tools für Jedermann?
Ich behaupte immer noch ja. Ob digital oder analog. Wobei ich ehrlich gesagt, analog immer noch bevorzuge. Das Gehirn braucht ein abladen in Handschrift um daraus Konstrukte zu bilden. Ich spreche nicht von einer Mindmap. Also von Schlagwörtern und darunter neuen Schlagwörtern. Ich spreche von den Gedanken, die manchmal in Wörtern, manchmal in Sätzen und manchmal in Gestammel irgendwo noch zwischen Gehirn und dem nächsten Schritt fest stecken.
Bleiben wir beim Notizbuch.
Was macht es für mich verlässlich?
ICH! Werden manche rufen, und damit auch recht behalten. Aber eben nicht nur man selbst (und das was man einfüllt) sondern die Art des Aufbaus. Denkt doch mal darüber nach, wie ein Verlag ein Buch gestalten muss, damit ihr darin Infos findet?
INDEX
SYMBOLE
DATEN
Als Beispiel nehme ich immer sehr gerne einen Atlas her. Was hilft uns Informationen zu finden? Es sind Inhaltsverzeichnisse, Raster, Symbole und Maßeinheiten.
Das selbe gilt auch für ein Wörterbuch, plus darin befinden sich die neben den wichtigsten Grammatik- und Rechtschreibregeln eingehende Erklärungen über die Anwendung.
Nein? Noch nicht aufgefallen?
In den kommenden Wochen erstellen wir unser Chamäleon Journal!
Auf Instagram und natürlich auch dann hier nach und nach – erweitere ich den Blogpost mit allen Infos, die sich sammeln.
1) Index: Wo macht es für mich Sinn?
Der Index – Vielfältig und in meinen Top 3 des Effizienz-Rankings:
Schneller Zugriff: Du findest wichtige Informationen und Einträge blitzschnell, ohne lange suchen zu müssen.
Übersichtlichkeit: Ein Index hilft dir, den Überblick über deine Notizen, Listen und Pläne zu behalten, besonders wenn dein Journal umfangreicher wird.
Effizienz: Du sparst Zeit und Energie, da du genau weißt, wo du was findest.
Flexibilität: Du kannst jederzeit neue Kategorien hinzufügen und deinen Index anpassen, um ihn deinen Bedürfnissen anzupassen.
Organisation: Ein gut strukturierter Index fördert eine bessere Organisation und hilft dir, deine Gedanken und Pläne klar zu strukturieren.
Und ganz ehrlich, wer möchte nicht seine Gedanken und Pläne klar strukturiert haben?
Ein Index ist also ein mächtiges Werkzeug, um dein Bullet Journal noch nützlicher und benutzerfreundlicher zu gestalten. 📓✨




2) Meine Symbole
Symbole helfen uns, Informationen schnell zu erfassen und zu verarbeiten. Unsere Amygdala, ein Teil des Gehirns, spielt dabei eine wichtige Rolle.
Es ist jedoch wichtig, dass du deine eigenen Symbole entwickelst. Ein System, das für dich funktioniert, ist viel effektiver als eines, das du von jemand anderem übernimmst. Deine eigenen Symbole sind intuitiver und passen besser zu deinem persönlichen Stil und deinen Bedürfnissen.
Hier sind ein paar Beispiele:
Aufgabe: Ein einfacher Punkt (•) oder ein Kästchen (☐) für Aufgaben, die erledigt werden müssen.
Erledigte Aufgabe: Ein Häkchen (✔) oder ein ausgefülltes Kästchen (☑).
Verschobene Aufgabe: Ein Pfeil nach rechts (→) zeigt an, dass die Aufgabe auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurde.
Wichtige Aufgabe: Ein Sternchen (*) oder ein Ausrufezeichen (!) für besonders wichtige Aufgaben.
Termin: Ein Kreis (○) für Termine oder Ereignisse.
Notiz: Ein Gedankenstrich (–) oder ein Anführungszeichen („) für allgemeine Notizen.
Abkürzungen: Es muss nicht immer das Symbol sein. Auch Abkürzungen können kraftvolle Signale sein!
Also, experimentiere und finde heraus, welche Symbole für dich am besten funktionieren oder vielleicht sind es einfach die Farbcodes die dir das Leben leichter machen?



3) Daten
Daten sind einfach Vorgaben an denen man sich orientieren kann!
Ein Atlas ist ein Buch voller Karten, das uns hilft, geografische Informationen zu verstehen und zu navigieren.
Jede Karte im Atlas ist sorgfältig erstellt, mit klar definierten Maßstäben und Symbolen, um präzise Informationen zu vermitteln.
Ähnlich verhält es sich mit einem Bullet Journal. Es ist ein persönliches Organisationswerkzeug, das hilft Gedanken, Aufgaben und Ziele zu strukturieren. Wenn du in deinem Bullet Journal klare Kategorien und Maßeinheiten festlegst, kannst du deine Informationen effizienter verwalten.
Zum Beispiel:
Struktur und Übersichtlichkeit: Ein Atlas bietet eine klare Struktur, die es einfach macht, Informationen zu finden. Ein gut organisiertes Bullet Journal tut dasselbe für deine persönlichen und beruflichen Pläne.
Maßeinheiten und Symbole: In einem Atlas sind Maßeinheiten und Symbole entscheidend, um Entfernungen und geografische Merkmale zu verstehen. Im Bullet Journal helfen dir Symbole und festgelegte Maßeinheiten, deine Notizen und Aufgaben schnell zu erfassen und zu priorisieren.
Effizienz und Planung: Ein Atlas spart Zeit, indem er dir eine klare Route zeigt. Ein Bullet Journal spart Zeit, indem es dir hilft, deine Aufgaben und Ziele effizient zu planen und zu verfolgen.
Indem du dir einmal gründlich Gedanken machst und dein Bullet Journal gut strukturierst, kannst du langfristig viel Zeit und Mühe sparen. Es wird zu deinem persönlichen Atlas, der dir hilft, den Überblick zu behalten und deine Ziele zu erreichen.

4) Regeln
Was ist mir wichtig? Wo will ich hin und wo finde ich etwas? Ein erweiterter Key.

5) Allgemeine Raster
5.1.) Jahresübersicht
Mit einer Jahresübersicht kannst du langfristig planen und sicherstellen, dass du nichts Wichtiges vergisst.
ist wie ein persönlicher Assistent, der dir hilft, den Überblick zu behalten. Und dabei muss es nicht kompliziert sein.
Aber das ist noch nicht alles. Die Jahresübersicht dient dir auch als Index für dein Bullet Journal. Du kannst wichtige Ereignisse und Notizen markieren und später leicht wiederfinden. Das spart dir Zeit und macht dein Bullet Journal noch effektiver. Stell dir vor, du suchst eine Notiz von vor ein paar Monaten – mit der Jahresübersicht findest du sie im Handumdrehen.
Mit einer gut strukturierten Jahresübersicht wird lebendiges Planen zum Kinderspiel. Du behältst den Überblick und kannst flexibel auf Veränderungen reagieren. Probiere es aus und erlebe, wie dein Bullet Journal dir hilft, dein Leben besser zu organisieren!



5.2.) Monatslayout
Nutze die Monatsübersicht in deinem Bullet Journal nicht nur für eine effektive Planung, sondern auch für „One line a day!“ – eine tägliche Dankbarkeitsnotiz. Mit einem einfachen, klaren Design behältst du den Überblick und schaffst dir gleichzeitig einen Moment der Achtsamkeit. Probiere es aus und spüre die positive Veränderung!
Einfaches Layout: Halte das Design schlicht und übersichtlich. Nutze klare Linien und einfache Kästchen für jeden Tag des Monats. So behältst du den Überblick und es wirkt nicht überladen.
Outside the box : Denke „outside the box“ auch im Layout und kombiniere ganz unterschiedliche Ebenen für dich. z.B. Arbeit, persönliche Termine oder Freizeitaktivitäten. Das hilft dir, auf einen Blick zu sehen, was ansteht.
Platz für „One line a day“: Integriere einen kleinen Bereich für jeden Tag, wo du eine kurze Dankbarkeitsnotiz schreiben kannst. Das kann ein separates Kästchen oder eine Zeile unter den Terminen sein.
Symbole und Icons: Nutze kleine Symbole oder Icons, um bestimmte Ereignisse oder Aufgaben hervorzuheben. Zum Beispiel ein Herz für besondere Momente oder ein Stern für wichtige Aufgaben.
Minimalistische Dekoration: Ein paar dezente Deko-Elemente wie Washi-Tape oder kleine Zeichnungen können das Design auflockern, ohne es zu überladen.
Flexibilität: Lass genug Platz für spontane Notizen oder Änderungen. Ein flexibles Design hilft dir, auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren.



5.3.) Wochenlayout
Lass uns über die Vorteile und Nachteile einer Wochenübersicht im Bullet Journal sprechen. Eine Wochenübersicht bietet dir detaillierte Planung und Flexibilität. Du kannst tägliche Aufgaben und Prioritäten festlegen, was dir hilft, den Überblick zu behalten. Allerdings kann sie zeitaufwendig sein und bietet weniger Überblick über langfristige Pläne.
Vorteile
Detaillierte Planung: Eine Wochenübersicht ermöglicht eine detaillierte Planung deiner Woche. Du kannst tägliche Aufgaben, Termine und Ziele festhalten, was dir hilft, den Überblick zu behalten und nichts zu vergessen.
Flexibilität: Mit einer Wochenübersicht kannst du flexibel auf Veränderungen reagieren. Wenn sich Pläne ändern, kannst du schnell Anpassungen vornehmen, ohne dass dein gesamter Plan durcheinander gerät.
Mikroplanung: Die Wochenübersicht ist ideal für die Mikroplanung. Du kannst tägliche To-Do-Listen erstellen und kleine Aufgaben festhalten, die in einer Monatsübersicht möglicherweise untergehen würden.
Fokus auf Prioritäten: Eine Wochenübersicht hilft dir, deine Prioritäten für die Woche zu setzen. Du kannst wichtige Aufgaben hervorheben und sicherstellen, dass du dich auf das Wesentliche konzentrierst.
Nachteile:
Zeitaufwendig: Das Erstellen einer detaillierten Wochenübersicht kann zeitaufwendig sein. Du musst jede Woche neu planen, was zusätzlichen Aufwand bedeutet.
Begrenzter Überblick: Im Vergleich zu einer Monatsübersicht bietet eine Wochenübersicht einen begrenzteren Überblick. Langfristige Pläne und Ziele können leicht aus dem Blick geraten.
Platzbedarf: Eine Wochenübersicht benötigt mehr Platz im Bullet Journal. Wenn du viele Details festhalten möchtest, kann das schnell zu einem vollgepackten Layout führen.
Vergleich mit einer Monatsübersicht:
Monatsübersicht: Eine Monatsübersicht bietet einen umfassenden Überblick über den gesamten Monat. Sie ist ideal für die langfristige Planung und hilft dir, wichtige Termine und Ereignisse im Voraus zu sehen. Allerdings kann sie weniger detailliert sein und eignet sich weniger für die tägliche Mikroplanung.
Wochenübersicht: Im Gegensatz dazu bietet die Wochenübersicht eine detaillierte und flexible Planung für die aktuelle Woche. Sie ist perfekt für die Mikroplanung und hilft dir, tägliche Aufgaben und Prioritäten im Blick zu behalten. Allerdings kann sie zeitaufwendiger sein und bietet weniger Überblick über langfristige Pläne.
Fazit: Beide Übersichten haben ihre eigenen Vorteile und Nachteile. Die Wahl zwischen einer Wochen- und einer Monatsübersicht hängt von deinen individuellen Bedürfnissen und deinem Planungsstil ab. Eine Kombination aus beiden kann dir helfen, sowohl den Überblick zu behalten als auch detailliert zu planen.



5.4.) Tageslayout
Sie sind perfekt für einfache und agile Planung. Mit einer Tagesübersicht kannst du deine täglichen Aufgaben und Ziele klar festhalten.
Nutze sie auch für Reflexion und dadurch für ein gestärktes Selbstbewusstsein. Schreibe nachhaltige Notizen über deine Erfolge und Herausforderungen. Integriere Planungstools wie die Timeblocking-Methode, das AMORE-Prinzip oder das Pareto-Prinzip, um deine Zeit effizient zu nutzen. Diese Methoden helfen dir, fokussiert und produktiv zu bleiben. So bleibst du motiviert und siehst deine Fortschritte. Probiere es aus und erlebe, wie dein Bullet Journal dir hilft, jeden Tag bewusst zu gestalten!“



Mein BulletJournal findet ihr hier: Rössler Shop 🥰

Ich mag die zartgrauen Punkte, die edle Aufmachung durch die Prägung und das Wissen, dass es sich hier um kein Billigprodukt aus dem asiatischen Bereich handelt sondern mit viel Handarbeit in Deutschland hergestellt wird. Die Firmeninhaber auch Familiär verbunden sind und sich hier mit viel Liebe zum Detail um jedes Produkt gekümmert wird.
Im Anschließenden Dokument könnt ihr euch die Datei noch einmal als Excel downloaden. Hier sieht man die Kästchen und Abmessungen noch einen Tick besser.
Alle Layouts und Bemessungen sind auf dieses BulletJournal von Rössler umgelegt, aber ihr könnt sie ja auf eure Raster in euren Journals berechnen!
Sagt mir gerne was ihr von der neuen Idee haltet und was für euch unbedingt in ein BulletJournal hinein muss!
Liebe Grüße
Nina
ich bin dabei, würde es gerne mal teten und habe mich bisher nicht getraut 🤗
LG Annika
Super! Das wird dir viel Hintergrund bringen, was du brauchst. 🙂